Richtiges Ausbelichten leicht gemacht
Gerade jetzt wo es wieder auf Weihnachten und somit die Geschenkzeit zugeht, überlegt vielleicht der ein oder andere geneigte Fotograf, mit ein paar seiner gelungensten Werke dieses Jahres, Freude zu bereiten. Doch Vorsicht, schnell ist es passiert und man hat die Bescherung, aber eben nicht mit den erwarteten Ergebnissen, sondern Bilder die ganz und gar nicht so aussehen wie man es erwartet hätte.
Softproof, Monitor-Kalibrierung, Farbmanagement…
Nun woran liegt es?
Man sollte ein paar grundlegende Dinge beachten. Normalerweise könnte ich an dieser Stelle beginnen einen endlos langen Artikel über Monitor-Kalibrierung, Druckerkalibrierung, Papiersorten und Farbmanagement zu schreiben, aber ich lass es sein. Warum?
Nun Andreas Beitinger hat schon einen sehr guten Artikel zum Thema Monitor-Kalibrierung und Farbmanagement geschrieben, der keiner weiteren Erläuterung bedarf.
Tips für bessere Ergebnisse:
Kurz zusammengefasst, sollte man auf folgende Dinge achten:
- Kalibrierung nur mittels Hardware (Adobe Gamma ist die Lösung des armen Mannes und bei einer Hardwarelösung tunlichst zu deaktivieren!)
- Wer sich unsicher bezügl. des Farbmanagements ist sollte den sRGB-Farbraum nutzen und zwar in der Kamera wie beim Workflow auf dem Rechner.
- Wer die entsprechende Software besitzt, wie zum Beispiel Photoshop etc., sollte mit dem vom Ausbelichter evtl. zur Verfügunggestellten Profil einen Soft-Proof durchführen.
- Bilder am Bildschirm werden immer ein Stück weit heller erscheinen als auf dem Papier, da hier Farben direkt zum Leuchten gebracht werden, auf dem Papier das Licht aber nur reflektiert wird. Wer hier schon von Anfang an auf das Histogramm achtet (die Bandbreite nach rechts sollte so gut wie möglich ausgenutzt werden ohne zu überbelichten), wird hier weniger Überraschungen erleben.
- Achtung Beschnitt! Viele Ausbelichter haben technisch bedingten Beschnitt. Wer es genau wissen will sollte sich mit dem gewählten Labor in Verbindung setzen.
- und zu guter letzt sollte die automatische Optimierung der Dienstleister ausgeschaltet werden!! Was nutzt es, wenn man mit viel Mühe und frisch kalibriertem Monitor das Foto nach seinen Bedürfnissen entwickelt hat und im letzen Arbeitsschritt eine Maschine all das wieder “optimiert”?
Welchen Ausbelichter soll ich wählen?
Nach etlichen Testprints habe ich mich nun auf Saal-Digital festgelegt. Dieser Anbieter liefert in meinen Augen absolut hochwertige Qualität. Aber das ist nur mein Eindruck, um die ganze Bandbreite der unterschiedlichen Papiersorten und Entwickler zu testen kann man ruhig mal bei unterschiedlichen Anbietern bestellen (am besten immer die gleichen Fotos) und kann so direkt vergleichen.
Wer zu Hause auf dem heimischen Drucker drucken möchte, dem sei ans Herz gelegt, sich mit den Profilen von Monitor und Drucker sowie seinem Papier zu beschäftigen. Um konsistent farbtreue Ergebnisse zu erhalten sollte der Drucker zusammen mit dem Papier der Wahl profiliert werden. Dazu findet man im Web genügend Dienstleister die das zu einem moderaten Preis erledigen, aber auch Hardwarelösungen die sowohl den Monitor als auch den Drucker kalibrieren/profilieren gibt es zu kaufen.
Eine Anmerkung zum Schluss: Nur Mut, denn der Charme eines Papierfotos ist nicht mit einem Monitorbild zu vergleichen!
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